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Technik
Die
Tonerzeugung
der Hammond-Orgel beginnt im Zahnradoszillator. Dabei rotieren
metallene Tonräder mit einem gewellten Rand vor
elektromagnetischen Tonabnehmern (Eisenkernen in Spulen). Durch die
Wellenform entfernt und nähert sich der Rand des Rades periodisch
dem Eisenkern. Dies ändert das Magnetfeld, wodurch in der Spule
eine Wechselspannung induziert wird, die dann einen Wechselstrom
ergibt. Auf Grund der Form des Rades ergibt sich eine
sinusähnliche Schwingung.
Der
Zahnradoszillator enthält 91 Tonräder unterschiedlicher
Zahnanzahl, die auf einer gemeinsamen Achse stecken, die von einem
Synchronmotor über ein Übersetzungsgetriebe angetrieben
werden. Die Achse läuft mit 20 Hz um; das tiefste Tonrad hat zwei
"Zähne"; der tiefste Ton der Orgel hat demnach 40 Hz. Durch die
starre mechanische Vorgabe der Frequenzen über die
unterschiedliche Zahnzahl der Räder kann sich die Orgel
übrigens in sich nicht verstimmen, jedoch schwankt die
Tonhöhe des Instrumentes im Ganzen mit der Netzfrequenz. Eine
Hammond-Orgel lässt sich somit in keiner Weise stimmen; alle
anderen Instrumente haben sich nach ihr zu richten.
Da die so
erzeugten
Sinustöne musikalisch wenig reizvoll sind, können jeder Taste
des Manuals stufenlos mehrere Töne über Zugriegel zugeordnet
werden. Die Töne entsprechen der 1. bis 8. Harmonischen, der
Hälfte der 1. sowie der Hälfte der 3. Harmonischen. Es
besteht so die Möglichkeit der additiven Klangsynthese, in die
auch während des Spiels eingegriffen werden kann.
Der
Hammond-Klang
wurde ergänzt um einen mechanisch erzeugten Hall, ein mit
Drehkondensatoren erzeugtes Vibrato und eine elektronische Perkussion
(nur auf dem oberen Manual).
Perfekt wird der
Klang durch die Verbindung mit einem Leslie, d.h. einem
Lautsprechersystem mit Rotoren. Diese geben dem Klang ein
faszinierendes Vibrato und live einen unnachahmlichen Raumklang. |